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Schützenmatt Cup 2015

Nach zwei Wochenenden vollgepackt mit spektakulärem Tennissport ging am Sonntagabend die 57. Ausgabe des Schützenmatt-Cups zu Ende. Aus den beinahe 180 angemeldeten Spielerinnen und Spielern gingen Loïc Perret und Tadeja Majeric als grosse Sieger hervor.

Der Westschweizer Loïc Perret wurde bereits vor dem Turnierstart als heisser Kandidat auf den Titel gehandelt. Der 21-Jährige, der von Stanislas Wawrinkas Bruder Jonathan trainiert wird, hatte in den letzten Wochen mit starken Resultaten auf sich aufmerksam gemacht – unter anderem bezwang er Davis-Cup-Spieler Henri Laaksonen in zwei Sätzen. Und auch beim Schützenmatt-Cup bewies die aktuelle Nummer 928 der Welt, dass er seinen Zenit noch längst nicht erreicht hat. «Genau für solche jungen, aufstrebenden Schweizer Spieler organisieren wir dieses Turnier», freute sich auch Klubpräsident Milek Kowalski über den starken Auftritt von Perret. Ohne Satzverlust erreichte der Romand das Endspiel, wo er auf den Spanier Ignasi Villacampa-Rosés traf.

Zwischen den beiden entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Auf der einen Seite der solide agierende Ex-Profi Villacampa-Rosés, der viel lief, kaum Fehler beging und Perret mit seiner cleveren Spielweise vor Probleme stellte. Auf der anderen Seite Perret, der versuchte, mit seinem Aufschlag und der wuchtigen Vorhand das Spieldiktat an sich zu reissen und die Punkte zu dominieren. Am Ende behielt Perret knapp die Oberhand und siegte mit 6:3, 3:6, 6:3. «Ich danke den Zuschauern und der Organisationscrew für das tolle Turnier und freue mich darauf, meinen Titel im nächsten Jahr zu verteidigen», so Perret beim Siegerinterview direkt nach dem gewonnenen Final.


Verletzung stoppt Top-Favoritin                                                              

Tadeja Majeric heisst die grosse Siegerin des diesjährigen Schützenmatt-Cups bei den Frauen. Die 24-jährige Slowenin, derzeit die Nummer 315 der Welt und beim Solothurner Traditionsturnier an Position zwei gesetzt, wurde ihrer Favoritenrolle gerecht und spielte sich ohne Satzverlust ins Endspiel. Dort wartete eine spezielle Partie auf die Schützenmatt-Cup-Siegerin von 2011: Sie duellierte sich mit der Österreicherin Patricia Mayr-Achleitner. Majeric und Mayr-Achleitner waren im August gemeinsam für das NLA-Interclubteam des TC Locarno aufgelaufen.

Das Aufeinandertreffen der beiden Teamkolleginnen versprach ein ausgeglichenes Duell auf höchstem Niveau. Doch es kam ganz anders. Eine Fussverletzung bremste Mayr-Achleitner. Die ehemalige Weltnummer 70, die zu Beginn dieser Woche in New York noch die Qualifikation für die US Open bestritten hatte, musste die Partie aufgeben. «Es geht leider nicht mehr. Die Schmerzen wurden bei jedem Game schlimmer», entschuldigte sich die 28-Jährige. Und so kam Majeric leichter als gedacht zu ihrem zweiten Titel in Solothurn. «Ich freue mich sehr über den Sieg, auch wenn ich mir das Finalspiel natürlich nicht so gewünscht habe», sagte Majeric und bedankte sich bei den Verantwortlichen für die gelungene Organisation.





 
 
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